Dienstags Kolumne

Freie Traurednerin Michaela Burch im Gespräch…

Anfang der Woche und ein neuer Blogbeitrag wartet ❤ Heute bei uns zu „Gast“ Michaela Burch – Freie Traurednerin aus München. Was kann man sich unter einer freien Trauung vorstellen? Wie viel kostet sowas? Und was genau wird da eigentlich gesagt? Das alles beantwortet uns jetzt Michaela 🙂

Herzenssache: Schön, dass du da bist! Wie bist du eigentlich auf die Idee gekommen, Freie Traurednerin zu werden?

Michaela Burch: Als Hochzeitsplanerin habe ich natürlich schon immer auch selber freie Trauredner benötigt und irgendwie stellte ich da fest, dass es in meiner Ecke (München) zwar viele Trauredner gibt, ich aber nur eine Handvoll tolle Redner gefunden habe. Und dann traf ich auf dem ersten Hochzeitskongress damals in Köln eine grandiose Traurednerin aus der andren Ecke Deutschlands und fragte sie, wie man das lernen könnte. Sie bot kurz danach dann eine Weiterbildung zur Traurednerin an, die ich natürlich besucht habe. Und seitdem brennt in mir das Feuer für freie Trauungen 🙂 Reden und Leute in meinen Bann ziehen konnte ich schon immer.


Herzenssache: Was umfasst deine Berufung? ☺️

Michaela Burch: Ich begeistere meine Brautpaare gerne mit freien Trauungen und mit mir als Person. Und ich möchte, dass jede Trauung ein Unikat ist, welches speziell nur auf dieses Brautpaar passt. Und wenn ich dann das Brautpaar noch von einem Ritual begeistern kann, dann bin ich megaglücklich. Ich will meine Brautpaare einfach glücklich machen. Denn die freie Trauung ist nun mal das Herzstück (im wahrsten Sinne des Wortes) der Hochzeitsfeier.

Herzenssache: Wie kann man sich ein Beratungsgespräch bei dir vorstellen? Läuft das persönlich ab?

Michela Burch: Also als erstes möchte ich natürlich, dass sie meine zukünftigen Brautpaare auch außerhalb von Facebook und meiner Homepage ein Bild von mir machen können. Daher gehe ich gern auf nen Kaffee mit ihnen und erzähle über mich, über meine Arbeit und die Möglichkeiten von freien Trauungen. Wichtig ist, dass wir drei uns richtig leiden und riechen können. Ich bin z.B. ein recht quirliger Mensch und ich glaube total in sich gekehrte Brautpaare werden mit mir nicht warm. Wenn wir drei dann zu uns jeweils „Ja, ich will.“ gesagt haben, dann bekommen meine Brautpaare einen Vertrag, einen Fragebogen und die erste Rechnung. Sobald ich den Fragebogen habe (in dem geht es im ersten Teil um die jeweiligen Personen: wie sie denken, was ihnen wichtig ist, was sie mögen; im zweiten Teil geht es um das Paar: wie haben sie sich kennengelernt, wann war der erste Kuss, was haben sie zusammen schon alles erlebt, wie und wann war der Heiratsantrag; und der dritte Teil beschreibt die Hochzeit: wann genau, wo genau, wie ist der Kleiderstil, wie werden die Farben sein usw.) mache ich mir meine ersten Gedanken zur Trauung. Dann treffe ich mich mit dem Brautpaar zu einem ganz langen Arbeitsgespräch. Meine Paare sind da immer ein wenig irritiert, wenn ich von 3 bis 5 Stunden spreche. Aber ich möchte für mich aus diesem Gespräch rausgehen und dann behaupten können, dass ich jetzt die beiden wirklich kenne. Da dürfen die beiden mir wirklich alles über sich erzählen. Und ich mach mir wahnsinnig viele Notizen und frag ganz schrecklich viel Neugieriges. In diesem Gespräch erarbeiten wir auch das Ritual, wenn eines außerhalb des Ja-Wortes und des Ringtauschs gewünscht ist und auch das Thema der Trauung. Dann gibt es noch einmal einen persönlichen Fragebogen für Braut und Bräutigam getrennt. Hier dürfen beide dann ganz private Worte und Dinge erzählen. Und auch mit Freunden, Verwandten und den Trauzeugen bin ich im Gespräch und lasse mir auch hier noch einiges übers Brautpaar erzählen. Das alles zusammen wird dann die Trauung.

Herzenssache: Was kann man sich unter einer Rede von dir auf einer freien Trauung vorstellen?

Michaela Burch: Die Trauung ist persönlich, mal lustig, mal emotional und definitiv eins: nur zu dem vor mir sitzenden Brautpaar passend. Manchmal ist sie auf Hochdeutsch, manchmal im bayrischen Dialekt. Aber sie ist eigentlich immer irgendwie lebendig. Und eins ist auch mein Anspruch: „Die Anwesenden sind mittendrin, statt nur dabei.“


Herzenssache: Was gehört deiner Meinung nach definitiv zu einer freien Trauung?

Michaela Burch: Außer dem Brautpaar? Hoffentlich ganz viele Gäste und eine tolle Location. Und das Wichtigste: das Ja-Wort und der Ringtausch 😉 Und für mich ist ein eigenes Eheversprechen einfach die Krönung. Ein weiteres Ritual darf gerne sein, ist aber nicht zwingend notwendig. Aber eines  gehört auch für mich dazu: Individualität, denn keine freie Trauung muss so sein, wie man es allgemein macht. Und nicht zu vergessen Musik – am liebsten live.

Herzenssache: Auf was sollte man bei der Auswahl eines freien Trauredners Wert legen?

Michaela Burch: Achtet nicht nur auf den Preis, aber achtet auf jeden Fall auf die Sympathie. Wenn ihr euch nicht 100%ig sicher seid, dass der Redner zu euch passt oder passen könnte, dann lasst es besser. Lieber hört ihr euch noch einen oder zwei andre Redner an und entscheidet dann. Aber das reine Redner-Hopping ist auch Mist, denn dann weiß man nach dem Dritten schon nicht mehr, wie der Erste war.

Herzenssache: Wie viel Budget sollte man für eine freie Trauung circa einplanen?

Michaela Burch: Die Preise für freie Trauungen hängen von ganz vielen Dingen ab: ist der Redner noch ein Kleinunternehmer? Dann muss er keine Steuer dafür abführen. Oder macht er es hauptberuflich? Dann muss er davon auch Versicherungen, Krankenkasse usw. zahlen. Und ist er ein Neuling oder doch schon ein alter Hase? Grundsätzlich findet man in Deutschland Preise zwischen € 500,00 und € 1.800,00. Wichtig ist einfach, was es euch wert ist. Und nein, die Neulinge oder preisgünstigeren Redner müssen nicht zwingend schlechter sein. Ich z.B. bin weder Neuling, noch hauptberuflicher Redner und verlange derzeit knapp € 900,00 für meine Dienstleistung zzgl. Fahrtkosten. Macht eure Entscheidung nicht vom Preis abhängig, sondern davon, wie wohl ihr euch mit einem Redner fühlt.

Herzenssache: Dein ganz persönlicher Tipp an Paare, die bald heiraten?

Michaela Burch: Heiratet doch, wie ihr wollt! Und wenn ihr kein Vintage, sondern Mittelalter oder Rockabilly wollt oder ganz was andres, dann macht es doch einfach – es ist eure Hochzeit. Und macht euch nicht so sehr nen Kopf, was eure Gäste denken könnten. Denen gefällt in fast allen Fällen das, was euch gefällt. Denn es muss zu euch passen und nicht zu einem andren Menschen. Und hört auf (das gilt speziell für die Bräute) die letzten Wochen durchzudrehen. Habt lieber eine gescheite ToDo-Liste, die ihr abhakt, denn dann vergesst ihr im Vorfeld nichts. Und dann gibt es keinen Grund zum durchdrehen 😊

Herzenssache: Liebe Michaela, vielen Dank für die tollen Informationen. Wir wünschen dir eine erfolgreiche Saison und freuen uns darauf, von dir weiterhin zu hören ❤

Ihr Lieben, wir hoffen dieser Beitrag konnte euch bei einigen Fragen weiterhelfen und ihr seid in eurer Planungsphase wieder ein Stück nach vor gerückt.

Hier könnt ihr Michaela erreichen: Website oder Facebook

Bis zum Nächsten Beitrag ❤

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Ein Kommentar zu „Freie Traurednerin Michaela Burch im Gespräch…

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