Bräute erzählen...

Die ersten Planungen…

So, Zeit für einen neuen Blogbeitrag – Aber wie fängt man eigentlich an, eine Hochzeit zu planen?  Kaum ein weiteres Ereignis benötigt wohl so viel Planungsgeschick wie eine Hochzeit. Viele werden nun wahrscheinlich zustimmend nicken 🙂 Aber lest selbst:


Wie plant man eigentlich eine Hochzeit? Wo fängt man an? Mit diesen Fragen bin ich also erstmal in den Buchladen spaziert und habe mich mit einschlägiger Literatur eingedeckt (Ja, auch das Buch über  Tante Inge war dabei…ich finde, man kann es gut lesen!) Beim Wocheneinkauf wanderten dann noch einige Brautzeitschriften, die genau wie alle anderen Frauenzeitschriften auch zu 99% nur aus Werbung bestehen, aber in diesem Fall aufgrund des Wortes „Braut“ etwa fünfmal so teuer sind, in meinen Einkaufskorb. Das reichte zumindest schon mal als Abendlektüre. In Gedanken ging ich eine imaginäre Gästeliste durch und stellte fest, dass es ein etwas größeres Fest werden würde. Recht früh besprachen mein Mann und ich unsere Vorstellung unseres Festes, das Budget und die ungefähre Anzahl der Gäste, in Gedanken hängte ich überall noch ne Null dran. Ich ließ direkt keinen Zweifel daran, dass er, wenn er mich heiraten will, nicht mit nem‘ Kartoffelsalat davon kommt.

Um mich inspirieren zu lassen durchforstete ich INSTAGRAM und PINTEREST und natürlich waren die Themen Brautkleid, Brautfrisur, Brautschuhe und Brautstrauß ganz vorne. Am liebsten wäre ich direkt losgelaufen und hätte direkt ein Kleid bestellt. Aber wir hatten zu dem Zeitpunkt weder einen Termin, noch wussten unsere Eltern überhaupt, dass wir heiraten wollen, also schön langsam, ein Schritt nach dem anderen.

Nachdem wir es an Weihnachten endlich verkündet hatten, steckten wir alle die Köpfe zusammen und suchten nach einem geeigneten Hochzeitsdatum. Damit sollte man wohl seine Planung beginnen. Wir entschieden uns für einen Brückentag im Juni, der auf einen Freitag fällt. Dies hatte für uns mehrere Vorteile. Zum einen sind die Preise in den Locations an Freitagen häufig günstiger, zum anderen können unsere Gäste, vor allem die aus dem Ausland, bequem anreisen und müssen nur einen Tag Urlaub nehmen und niemand muss am nächsten Tag wieder arbeiten.

Da wir nicht ewig auf unsere Hochzeit warten wollten, entschieden wir uns aus romantischen und steuerrechtlichen Gründen (für letzteres ist mein Mann von Berufswegen zuständig) die standesamtliche Hochzeit im kleinen Kreis noch im gleichen Jahr zu feiern. So konnte ich die Hochzeitsplanung schon mal im kleinen Rahmen proben. Im Nachhinein würde ich es immer wieder so machen.

Mit heutigem Blick auf unsere baldige kirchliche Trauung, bin ich nun froh, dass wir nicht zwei Trauungen in einen Tag gestopft haben.

Die grobe Auswahl der Gästeliste sollte man unbedingt erledigen, bevor es auf Locationsuche geht. Die Suche einer passenden Hochzeitslocation ist aber nach dem Termin so ziemlich das Wichtigste, da viele Locations bereits 12 und mehr Monate im Voraus gebucht werden. Wir haben uns etwa 1,5 Jahre vorher drei Locations in der Stadt und drei weitere außerhalb Hannovers angesehen. Man sollte nie die erstbeste nehmen. Ein schriftlicher Kostenvoranschlag erleichtert den Vergleich zu Hause. Einige Locations bieten gute All-inclusive-Pakete, diese garantieren jedoch nicht immer den besten Preis. Das Schwierige bei der Locationsuche war für mich die Angst, dass sie schon morgen ausgebucht sein könnte. Dieser Zeitfaktor wird von einigen Dienstleistern natürlich ausgenutzt, auch was den Preis angeht. Hinzu kommt, dass die katholische Kirche so früh keine Termine vergeben wollte, hier konnte man höchsten 6 Monate vorher einen Termin festlegen. Die evangelische Kirche hat glücklicherweise mit der Terminvergabe keine Schwierigkeiten und so kam es, dass wir letztlich in der Heimatgemeinde meines Mannes um einen Trautermin baten und nun in der evangelischen Kapelle direkt neben unserer Traumlocation getraut werden.

Bei der Auswahl der Location sollte man sich grob schon mal überlegt haben, wie und in welchem Stil man feiern möchte.

Wer auf Game of Thrones steht, wird wohl kaum in einer Scheune glücklich und die Disneyprinzessin feiert sicher auch nicht im Erlebniszoo, es sei denn, es handelt sich um Arielle.

Und wer kein Motto hat, sollte die Location wenigstens seinem Budget anpassen.  Ein toller Saal macht noch lange keine Stimmung. Damit wären wir auch schon beim Thema DJ.  Jetzt wäre  der richtige Zeitpunkt sich um einen DJ oder eine Band zu kümmern, allerdings übernimmt unsere Location die Punkte DJ, Dekoration, Torte, Verpflegung und Getränke, so dass wir wirklich viel Arbeit delegieren konnten.

Direkt nachdem wir unsere Location gebucht haben, kümmerten wir uns um einen Fotografen. Die Fotografenauswahl ist reine Geschmackssache in meinen Augen. Die meisten Fotografen haben ein breites Portfolio auf ihren Internetseiten, Preislisten gibt es meistens auf Anfrage.  Wir haben uns am Ende für einen ortskundigen Fotografen entschieden, da er unsere Stadt und daher geeignete Orte für Fotos in der Nähe gut kennt. Im Zuge der weiteren Hochzeitsplanung habe ich irgendwann Gefallen an einer Hochzeitsreportage gefunden, so dass ich schließlich noch einen Videografen gebucht habe. Ob ich es am Ende noch bereuen werde, kein Kombiangebot aus Foto- und Videograf abgeschlossen zu haben oder ob das Verpflichten zweier getrennter Dienstleister für diese Bereiche besser war, wird sich erst im Juni herausstellen.

Beim Thema Einladungen ließ mir mein Mann freie Hand. Für das Standesamt brauchte ich nur zehn Stück und für die kirchliche Trauung in geringer Stückzahl jedoch in verschiedenen Sprachen. Daher habe ich sie selbst gebastelt und bin mit dem Ergebnis auch durchaus zufrieden.

Man darf sich nur nicht vormachen, dass selbstgebastelte Einladungskarten günstiger sind.

Verschickt haben wir sie sechs Monate vor der Hochzeit mit Bitte um Antwort binnen der nächsten drei Monate.

Und damit schließe ich nun diesen Post und lade Euch gern zu meinem nächsten ein, in dem erzähle ich Euch von meiner Brautkleidsuche und allem, was dazu gehört. Genießt den Hochzeitswahnsinn!

Ich hoffe mein zweiter Blogbeitrag hilft euch bei der Planung eurer Hochzeit ein Stück weiter 🙂 Anbei habe ich euch noch ein ziemlich hilfreiches Dokument angehängt. Hier die Gästeliste, wo ihr ganz einfach Eintragen könnt, wer kommt und wer abgesagt hat. Somit habt ihr immer einen tollen Überblick, über die Gästeanzahl. Das war mir persönlich eine sehr große Hilfe.

Bis zum Nächsten Mal,

Angelika ❤

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2 Kommentare zu „Die ersten Planungen…

  1. hallo angelika, die locationsuche ist wirklich sowas wie eine nadel im heuhaufen. allerdings war es bei mir letztendlich so, dass es die location geworden ist, die mir schon ein paar jahre vorher über den weg gelaufen ist. bei uns ist jetzt eigentlich an großen punkten nur noch der DJ offen, das können wir aber hoffentlich noch im märz klären und dann kommen die ganzen lustigen dinge wie basteln 🙂

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